Die Grundschulstufe umfasst die Klassen 1 - 4.
Das Klassenteam bleibt für diese Zeit möglichst bestehen, um den Schüler*innen verlässliche personelle und organisatorische Strukturen zu bieten.
In der Eingangsklasse werden durch eine umfassende Förderdiagnostik die Fähigkeiten und der Entwicklungsstand der Kinder ermittelt. Unter Einbeziehung aller am Bildungs- und Erziehungsprozess Beteiligten werden die Förderpläne in den Folgejahren zweimal jährlich überprüft und aktualisiert.
Für die Fächer Deutsch und Mathematik werden Lernbänder gebildet, in denen die Schüler*innen der gesamten Grundschulstufe in klassen- bzw. jahrgangsübergreifenden Kursgruppen, entsprechend ihrem individuellen Lernstand unterrichtet werden.
Schwerpunkte
Der Unterricht in der Grundstufe orientiert sich an den Unterrichtsinhalten der allgemeinen Schule und ermöglicht die individuelle Anpassung der Lernziele an die besonderen Bildungsaufgaben, die sich aus der Lebenswirklichkeit der Lernenden mit körperlichem und motorischem Förderbedarf ergeben.
Durch die große Heterogenität in der Zusammensetzung der Klassen wird der Unterricht überwiegend zieldifferent und individuell gestaltet.
Komplexe Sachverhalte werden elementarisiert und die basalen Aspekte der Bildungsinhalte herausgestellt. Dadurch wird die Teilhabe aller Klassenmitglieder an allen Bildungsinhalten möglich und auf der basal-perzeptiven, enaktiven, ikonischen und symbolischen Ebene erfahrbar gemacht.
Pflege bzw. Förderpflege integraler Bestandteil des Unterrichts und ein gemeinsames Anliegen aller am Bildungsprozess beteiligten Personen. Pflegerische Situationen basierend auf stabilen Beziehungs- und Kommunikationsstrukturen bieten vielfältige Lernangebote.
Problematische Verhaltensweisen bei Menschen mit schweren Behinderungen sind als subjektiv sinnvolle, erlernte Muster zu verstehen, um Situationen autonom bewältigen zu können. Es wird angestrebt, diesen Kindern neue Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen, die dauerhaft das gemeinsame Leben und Lernen in einer Gruppe sichern.
Die Fortführung therapeutischer Maßnahmen in Absprache mit den entsprechenden Fachkräften wird in die Unterrichtsgestaltung einbezogen und fachlich begleitet.
Intensive Kontakte und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern oder den Bezugspersonen sind ein wichtiger und notwendiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit, da viele Schüler*innen über keine oder kaum über Lautsprache verfügen.
Die Oberschule umfasst die Schulbesuchsjahre 5-12. Diese sind nochmals organisatorisch unterteilt in die Mittelstufe (Klasse 5-8) und die Oberstufe (Klasse 9-12).
In der Oberschule steht die Entwicklung realistischer, individueller schulischer Perspektiven im Vordergrund.
In den Unterrichtsfächern werden entsprechend der individuellen Lern- und Leistungsvoraussetzungen die Inhalte in Anlehnung an die jeweiligen Rahmen- und Lehrpläne gefestigt, erweitert und vertieft.
Das Zurücknehmen von Hilfen wird angestrebt, die Stärkung alters- bzw. entwicklungsgemäßer Eigenaktivität und Eigenverantwortung gefördert.
Die sonderpädagogische Erziehung und Förderung verknüpft lebenspraktische und fächerorientierte Inhalte mit der momentanen Lebenssituation der Jugendlichen und den Anforderungen im späteren Leben.
Wichtige Ziele sind:
Der Oberstufe kommt die Aufgabe zu, die Lernenden auf ihr Leben als Erwachsene vorzubereiten.
Sie verwirklicht diesen Auftrag, indem sie
Die Schüler*innen der Oberstufe sollen entsprechend ihrer Gesamtpersönlichkeit und ihren individuellen Möglichkeiten befähigt werden