Der Umgang mit Musik bietet in besonderem Maße Möglichkeiten für eine umfassende Förderung der Schülerinnen und Schüler in allen Entwicklungsbereichen wie Wahrnehmung, Kommunikation, Motorik, Kognition, Sozial- und Körpererfahrung. Durch das Medium Musik können verschiedenste emotionale Zustände ausgedrückt bzw. nachempfunden werden. Auf der organischen Ebene wirkt Musik auf Tonus, Atmung, Puls, Blutdruck und limbisches System. Die Tiefe musikalischer Erlebnisfähigkeit ist unabhängig von Grad und Art der Beeinträchtigungen. Sie aktiviert Sinne und Gedächtnis, kann Erinnerungen und Assoziationen auslösen und Bewegung erfahrbar machen. Ihre Wirksamkeit bezüglich der interaktiven und kommunikativen Möglichkeiten eines Menschen reicht von der Anbahnung intentionaler Kommunikation über das Trainieren vor- und nichtsprachlicher Kommunikation bis hin zur Anregung zum Sprechen, Einprägen syntaktischer Grundformen und schließlich zum kreativen Umgang mit Texten und Sprache.
Das musikalische Angebot an unserer Schule erstreckt sich von der basalen Kommunikation und vom "passiven" Aufnehmen der Musik über rhythmisches Bewegen bis hin zum aktiven Singen und dem Spielen auf Instrumenten (einzeln oder in der Gruppe). Im Musikunterricht werden spezifische Lernangebote bereitgestellt, wie z. B. ganzkörperliches Erleben von Schwingungen. Dafür ist unser Musikraum besonders ausgestattet: Es gibt dort sowohl Instrumente und Vorrichtungen, die auf die spezifischen Voraussetzungen von basal Lernenden ausgerichtet sind (z.B. Klangliege, Klangschalen, Resonanzbrett), als auch die übliche Grundausstattung, mit deren Instrumentarium sich auch Bandprojekte o. ä. realisieren lassen (inkl. Looper).
Das „Freitagssingen“ ist ein Klassen übergreifendes Lernangebot und ein fröhliches Ritual zum Wochenabschluss. In der Mehrzweckhalle gibt es Live-Musik und die Schüler*innen und Schüler können je nach ihren Möglichkeiten mitmachen. Sie können sich z. B. nach der Musik bewegen, tanzen, selbst bei der Musik mitmachen, mitsingen, vorsingen oder zuhören. Dabei erhalten sie von ihren Begleiter*innen die jeweils angezeigte Unterstützung.