Im Lernbereich Kunst stehen kreative Gestaltungsprozesse im Mittelpunkt, die Schüler*innen ganzheitlich ansprechen und ein Lernen mit allen Sinnen ermöglichen. Die Kinder und Jugendlichen malen auf großen Blättern an der Wand oder an Staffeleien. Es steht ein Palettentisch mit Gouachefarben, Pinseln und weiteren Hilfsmitteln zur Verfügung. Die Malenden wählen ihren Bildinhalt selbst. Ob sie mit Pinseln oder mit den Fingern malen, ist ebenfalls eine freie Entscheidung. Im spielerischen, handelnden Umgang mit unterschiedlichem Material können die Schüler*innen eigene Impulse entwickeln, diesen folgen, Selbstwirksamkeit erfahren und Freude am selbstständigen Gestalten erleben. Im gestalterischen Tun wird kreative Kompetenz, d. h. die Fähigkeit, etwas Neues zu erschaffen und eigene Lösungen zu finden, entdeckt und gefördert. Gestalterisches Tätigsein fördert Sach- und Sozialkompetenz und nimmt auf vielfältige Weise positiven Einfluss auf die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit.
Die Unterrichtsangebote bewegen sich zwischen offenen Angeboten mit einer vorgegebenen festen Struktur und kunstpädagogischen Themen. Die Kinder und Jugendlichen lernen so Künstler*innen oder Arbeitsmethoden kennen. Diese Arbeiten werden nach Möglichkeit nicht bewertet, sondern es wird versucht, mit den Kreativen in ein Gespräch über das Bild zu kommen.
Der Unterricht ist prozessorientiert und vermeidet eine Kategorisierung nach gut und schlecht. Entscheidend ist die Freude am Gestalten. Sämtliche Ausdrucksformen werden willkommen geheißen, wobei die jeweilige Behinderung in den Gestaltungsprozess mit einfließt und als individuelle Ausprägung betrachtet wird.