Der Oberstufen-Sportkurs der Paul-Goldschmidt-Schule konnte in den vergangenen sechs Wochen einige spannende Erfahrungen sammeln. Die Schülerinnen und Schüler haben den Sportunterricht zusammen mit dem Mittelkurs der Oberschule Lesum gestaltet. Der Mittelkurs vom Klassenlehrer Herr Koch ist ein Vorkurs mit Mädchen und Jungen mit Fluchthintergrund.
Die Mädchen und Jungen haben zusammen mit der Schülerschaft der PGS mehrere Sportstunden erlebt. Dabei haben sich die zwei Klassen mit der Gestaltung abgewechselt: am Anfang übernahm die Klasse von Frau Kottke und Herrn Hupfer mit Rollstuhlbasketball, danach die Klasse von Herrn Koch mit Fußball und Brennball. Beim Rolli-Basketball hat sich gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler der OS Lesum sehr schnell gelernt haben, wie ein Rollstuhl funktioniert und wie man sich mit dem Spielgerät bewegt. "Jeder unserer Schüler hat einen Rollstuhl-Neuling an die Hand genommen und so sind die Jugendlichen gleich ins Gespräch gekommen", sagt Herr Hupfer. Alle mussten sich mit Namen vorstellen, damit man auch jeden absprechen konnte. Diese Patenschaft konnte in den folgenden Stunden ausgeweitet werden, zum Beispiel bei Fahrübungen durch die Halle oder bei Pass-Stafetten mit dem Ball.
Bei den gemeinsamen Stunden konnten einige Jugendliche sogar Gemeinsamkeiten herausfinden, wie beispielsweise, dass sie die gleichen Sprachen sprechen, dass die gleichen Erlebnisse auf der Flucht aus dem Kriegsgebiert gemacht haben oder dass sie den gleichen Fußballverein mögen.
Nach drei Stunden, die mit Rollstuhlbasketball zugebracht wurden, übernahm der Mittelkurs von Herrn Koch die Gestaltung. So wurde zuletzt Fußball gespielt, wobei es für die Rollstuhlfahrenden ein paar Spezialregeln gab.
Die Kooperation macht allen Beteiligten Spaß, sodass auch über den Sport hinaus tolle Erfahrungen gemacht werden konnten. Im nächsten Schuljahr sollen weitere gemeinsame Aktionen folgen.