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Erlebnisfarm Ohlenhof

Die Klasse O1 der Oberstufe der Paul-Goldschmidt-Schule ist seit diesem Schuljahr 2022/2023 regelmäßig auf der Ohlenhoffarm in Bremen Gröpelingen/Oslebshausen. Die Schüler:innen der Oberstufe lernen dort alles über Pflanzen, Tiere und das Leben auf einer Stadtteil-Farm.
Die Ohlenhoffarm wird vom Verein AFJ betrieben. Die Stadtteilfarm zeichnet sich durch verschiedene Tiere, eine Vielzahl von Pflanzen, vor allem viele Obstbäume, und allerlei gärtnerische Beschäftigungsmöglichkeiten aus.
Wie sieht ein Tag aus der Ohlenhoffarm für die Klasse O1 aus?
Fast jeden Freitag 9:00 Uhr fährt die Klasse zur Ohlenhoffarm. Vorher muss ein Schulbus bestellt werden. Schulbus-Fahrer Frank fährt die Klasse immer zur Ohlenhoffarm. Nach dem Ankommen wird erst gefrühstückt, damit alle auch genug Kraft haben. Dann wird eine Besprechung abgehalten, was alles gemacht werden soll. Im Anschluss arbeiten wir manchmal in Gruppen, manchmal mit der gesamten Klasse an verschiedenen Aufgaben. Die Zeit geht immer sehr schnell vorbei. Nach Hause geht es immer circa 12:15 Uhr und dann sind wir circa 12:30 Uhr wieder an unserer Schule.

Was machen die Schüler:innen auf der Farm?
Zu Beginn des Schuljahres (im Spätsommer/Herbst) hat die Klasse bei der Apfelernte geholfen. Hier mussten zum Beispiel Äpfel aufgelesen und auch sortiert werden (gute Äpfel, Äpfel als Futter, schlechte Äpfel). Es war richtig toll, dass wir dann noch zusätzlich einen außerschulischen Lernort besuchen konnten, nämlich die Apfelmosterei Fabelsaft in Worpswede. An dieser Stelle haben wir gesehen, wie die Äpfel, die wir vorher auf der Farm aufgesammelt haben, zu echtem Apfelsaft verarbeitet wurden. Das war eine ganzheitliche Erfahrung wie sie im Schulbuch steht! Neben der Apfelernte, haben wir uns natürlich auch mit unserem eigenen Hochbeet beschäftigt. Das Beet wurde schon vorher von Marlene, der Leiterin der Farm, für uns angelegt, damit wir auch etwas zum Ernten/Arbeiten haben. Wir haben zum Beispiel Kohlrabi, Frühlingszwiebeln, Sonnenblumen, Erdbeeren und Kürbis in unserem Beet geerntet.

Im Winter haben wir uns auf der Ohlenhoffarm auch mit den Schafen beschäftigt: wie leben die Schafe auf der Farm?, was brauchen sie zum Leben?, was essen die Schafe gern? Diese Frage haben wir sehr ernst genommen und herausgearbeitet, was Schafe gern fressen. Wir haben eigene Schafkekse gebacken und dann natürlich auch gefüttert. Als wir festgestellt hatten, dass die Schafe lieber kleinere Kekse mögen, mussten wir die Kekse dann noch mal verkleinern. Hier war Kreativität gefordert, denn die Kekse waren sehr hart. In der Weihnachtszeit haben wir auch eigene Kekse gebacken, denn es gibt auch eine Küche auf der Ohlenhoffarm. Die Mitarbeitenden der Farm (vor allem Justus) haben die Küche extra für uns barrierefrei zugänglich gemacht: richtig toll. Davon profitieren jetzt natürlich auch andere Person, die zum Beispiel Rollstühle nutzen. Im Winter haben wir uns dann mit der Thematik der Geocaches beschäftigt. Die Farm eignet sich sehr gut für eine Schatzsuche. Es gibt viele tolle Verstecke, also haben wir auch des Öfteren Verstecken gespielt. Wir haben im Umfeld der Farm Geocaches gesucht und auch an der Ausarbeitung eines eigenen Caches probiert. Dafür mussten wir ein passendes Versteck, eine passende Hülle und eine Beschreibung erstellen. Den Cash haben wir auf der Farm versteckt, vorher noch mit Marlene abgesprochen, damit dort alle Bescheid wissen und dass es auch in Ordnung geht.

Jetzt im Frühjahr haben wir unser altes Beet wieder flott gemacht, damit es wieder bepflanzt werden kann. Alte Wurzeln und Unkräuter raus, frische Erde drauf. Die Farm hat uns nämlich ein neues Beet zugeteilt, welches deutlich länger und besser für Personen mit Rollstuhl erreichbar ist. Nun waren wir zuletzt mit dem Vorziehen von Pflanzen beschäftigt. Wir haben im Gewächshaus einige Pflanzen angesät, zum Beispiel Radieschen, Romana Salat, Möhren, Mangold, Tomaten oder Okra. In einem nächsten Schritt werden wir diese Pflanzen dann in unser neues Beet einsetzen. Das Schaufeln von guter Dünger-Erde aus einem alten Misthaufen hat uns auch viel Spaß gemacht. Und natürlich immer fleißig alles umgraben. Wir werden alle noch zu echten Gärtner:innen durch unsere Erfahrungen auf der Ohlenhoffarm.
Immer wieder starten wir aber auch den Tieren der Farm ein Besuch ab, so zum Beispiel den Kaninchen oder den Hühnern und natürlich auch den Schafen. Manchmal machen wir auch etwas anderes, wie zum Beispiel bei den Bremer Aufräumtagen helfen, die Umgebung der Farm von Müll zu befreien. Wir mögen es dort richtig gern und sehen die Farm als ein großes grünes Klassenzimmer.