Am Montag Morgen ging es los. Alles hat nach Plan geklappt. Frank hat uns pünktlich an der Schule abgeholt und uns zum Bahnhof nach Lesum gebracht. Dort haben wir noch eine Katze getroffen, die wohl mit uns nach Berlin fahren wollte. Die musste dann aber am Gleis warten.
Dann ging es mit der Nordwest Bahn zum Bremer Hauptbahnhof. Mit dem Fahrstuhl ging nach unten und dabei haben wir die ehemalige Schülerin Indira getroffen. Wir haben uns dann ins Le Crobag gesetzt und gefrühstückt. Die sogenannte „Reise-Expertin“ Frau Radzun hat dann bemerkt, dass wir eine Stunde zu früh sind und deshalb mussten wir lange auf unseren Zug nach Hamburg warten. Aber wir haben es mit Humor genommen. Wir haben zum Zeitvertreib ein Rätselspiel (Just one) gespielt. Schließlich haben wir den ICE nach Hamburg genommen, wo es eine kleine Verwechslung mit den Sitzplätzen gab. Reiseleiterin Radzun konnte diesmal nichts dafür, denn die Tickets waren falsch zusammen getackert worden. Die weitere Reise zum Zwischenziel Hamburg verlief nicht ohne Schwierigkeiten, denn der Zug musste wegen eines kaputten Bahnübergangs lange halten. Darum haben wir den Zug nach Berlin nicht gekriegt. Am Bahnhof zwischen Gleis 5 und Gleis 6 hat Frau Radzun 2 Süßigkeiten aus einem Automaten ergattert. Danach ab in einen tschechischen Zug, der auch über Berlin fährt. In diesem Zug hatte unsere Sitzplatz-Reservierung keine Gültigkeit mehr. Darum mussten wir mehrmals das Abteil wechseln. Am Ende hatten wir aber einen guten Sitzplatz zu siebt in einem 6-Personen-Abteil. Alle waren froh und haben sich ihr Essen schmecken lassen. Der Essenwagen kam vorbei und brachte Pepsi und Süßigkeiten, Frau Radzun packte die Kekse aus.
Am Hauptbahnhof in Berlin (tief) stiegen wir aus, wir sind nicht weiter nach Prag gefahren. Wir haben uns auf die Suche nach Gleis 15 der S Bahn gemacht. Wir fuhren 7 Stationen vom Hauptbahnhof zum Ostkreuz. Als wir aussteigen wollten, ging bei Riccardo die Tür der S-Bahn zu, aber der Koffer war noch in der Bahn. Riccardo hielt den Griff fest, der Koffer wurde eingeklemmt. Das war ein Schreck. Frau Radzun eilte zu Hilfe und versuchte den Koffer zu erreichen, dabei klemmte sie sich den Arm ein. (Es war nicht Frau Radzuns Tag). 2 Fahrgäste haben von Innen die Tür aufgedrückt, so wurden der Koffer und Frau Radzun gerettet. Dann ab in die S42 auf Gleis 12 in Richtung Storckowerstraße. Diese Fahrt lief einwandfrei, es waren aber auch nur 2 Stationen. Danach hat sich Line mit ihrem Rollator im Fahrstuhl festgefahren und Frau Radzun hat die Tür-auf-Taste gedrückt, aber wie schon zu erwarten war, ging die Tür trotzdem zu und sie fuhren nochmal nach oben. Wir mussten schließlich noch 850 m zu Fuß gehen. Das war ganz schön anstrengend mit den ganzen Taschen. Darum waren alle froh, als wir 16:00 an der Carl-von-Linné-Schule angekommen sind. Das Kuchen-Buffet entschädigte uns für so manche Strapaze. Riccardo, Alex und Nike waren beim Klassifizieren und auch Line musste sich nochmal kurz vorführen. Der Schwimmtrainer wollte sich gern mit Alex und Riccardo unterhalten, aber die hatten die Talker auf dem Zimmer. Danach wurden die Zimmer bezogen. 2 Jungs haben uns alles gezeigt. Nike hat erst einmal ihre Stifte und das Malbuch ausgepackt.
Vor dem Essen haben wir uns die Schule angeschaut: sie ist groß und breit, überall Fenster und Licht, Handläufe in 2 verschiedene Höhen, elektrische Rollos in den Klassenzimmern, alle Klassenzimmer haben Sofas in den Ecken stehen. Wir sind auch an den Pokalen und Aushängen vorbeigegangen und haben alles durchgelesen.
18:30 Uhr war das Abendessen. Es gab Gulasch- und Kartoffelsuppe zur Auswahl und dazu noch Birne und Kiwi. Die Turnhalle der Schule wurde geöffnet, sodass wir uns dort noch etwas beschäftigen konnten. Viele andere Kinder und Jugendliche waren da und haben gespielt, um Beispiel Basketball. Wir haben uns gegen 20:15 Uhr für eine Besprechung getroffen, damit wir den nächsten Tag planen können. 22:00 Uhr war Nachtruhe. Die Nacht der Mädchen war gut, die Jungs haben nicht so gut geschlafen. Kurz nach 6 waren die ersten (Riccardo und Alex) schon wach und haben Schule erkundet.
7:30 Uhr haben wir ein sehr vielfältiges Frühstück gegessen. Es gab Käse, Sülze, Wurst, Salami, Hack, Datteln und Joghurt. Der Kakao stand auch schon auf dem Tisch für uns bereit. 9:30 Uhr wurden wir mit den Schulbussen der Carl-Von-Linné Schule zur Schwimmhalle gefahren. Nach dem Umziehen ging es in die Halle zum Einschwimmen. 10:30 Uhr fand der Einmarsch der Schulen in die Halle statt. Wir haben alle eine schöne Lunchbox bekommen. Gegen 10:45 Uhr begannen die Wettkämpfe, Nike und Samira waren gleich zu Anfang am Start. Wir haben bei Freistil, Brust und Rücken mitgemacht. Nike ist am meisten geschwommen, nämlich Freistil, Rücken und Brust. Riccardo war bei Freistil und Brust am Start, Line bei Freistil, Samira bei Freistil und Rücken und Alexander bei Freistil und Brust. Am Ende fand wieder ein großes Staffelschwimmen statt. Dabei wurden alle Schwimmerinnen und Schwimmer in verschiedene Gruppen aufgeteilt und mussten im Paararbeit verschiedene Sachen transportieren. Die pinke Gruppe mit Riccardo hat gewonnen. Die Siegerehrung war ein bisschen durcheinander, aber wir wurden mit T-Shirts, Trinkflaschen und Medaillen belohnt. Nach dem Umziehen wurden wir von einem lustigen Busfahrer zur Schule zurück gefahren. Dort gab es dann gleich ein Buffet mit Getränken, Kuchen und Schnitten/Broten. Dabei konnten wir uns richtig stärken und ein wenig unterhalten. 17:00 Uhr kam uns ein Reisebus abholen, um uns zum Restaurant Roma zu fahren. Die Fahrt war ganz entspannt. Am Friedrichstadtpalast sind wir ausgestiegen und sind zum Restaurant gelaufen. Riccardo und Nike haben schon nach ein paar Sekunden ihre Pizza bekommen. Wahrscheinlich, weil sie so toll geschwommen sind. Alle anderen mussten noch etwas auf ihre Pizza warten, denn es war auch bestimmt eine Menge Arbeit für die Pizzabäcker und Kellner alle ca. Menschen zu versorgen. Wir hatten Pizza Magheritta, Salmone, Salami, Mista und Vegetaria. Am Ende mussten sich Frau Radzun und Herr Mühlinghaus sogar etwas beeilen, damit wir noch rechtzeitig zur großen Show „Arise“ kommen. Das hat aber super geklappt und wir sind über den Nebeneingang in den Friedrichstadtpalast reingegangen. Unsere Plätze waren auf dem Hochparkett und wir konnten die Bühne sehr gut sehen. In der Show gab es viel Musik und Tanz. Es gab auch Wasserfontänen und Feuer. Der Gesang war mal auf Englisch, mal auf Deutsch. Besonders toll waren Schaukelartisten und Trapez-Künstler. Auf der Busfahrt zurück wurden schon einige von uns sehr müde, darum war das Bett dann auch sehr nötig. Frau Radzun und Herr Mühlinghaus haben sich dann trotzdem noch mit anderen Lehrkräften und Begleitungen der anderen Schulen locker unterhalten.
Morgens war wieder um 7:00 Uhr Aufstehen und Zähne putzen, dann sind wir zum Frühstück gegangen. Wir haben uns auch Brote für die Fahrt geschmiert und Obst/Gemüse eingepackt. Nachdem wir dann alle Taschen gepackt und Betten abgebaut hatten, haben wir noch bei allen Tschüss gesagt. Nike hat sogar noch ein schönes Bild an die Tafel des Klassenzimmers, in dem wir geschlafen haben, gemalt. Frau Radzun schlug vor, die Schritte von der Schule zur S-Bahn Station zu zählen. Es waren exakt 1000 Schritte. Sie und Riccardo lagen mit ihren Schätzungen richtig. Auf der Rückfahrt zum Hamburger Hauptbahnhof haben sich alle etwas ausgeruht. Alexander und Herr Mühlinghaus haben sich unterhalten. Der lange Abend gestern hatte seine Spuren bei uns hinterlassen. Das Umsteigen in Hamburg war leider etwas umständlich, weil wir in Wagen Nr. 7 mussten, der aber nicht an geplanter Stelle hielt. Trotzdem haben wir es geschafft und kamen pünktlich in Bremen an. Dann noch ab in die Bahn nach Lesum und dort warteten unsere Betreuerinnen und Eltern auf uns.